Vor 35 Jahren, am 17. Juni 1991, wurde der Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland unterzeichnet. Das ist ein wichtiges Datum – nicht nur in der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen, sondern auch in der Geschichte des Dialogs, der Erinnerung und des Aufbaus von Vertrauen über Grenzen hinweg.
Aus diesem Anlass hat das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit die Ausstellung „Nicht gegeneinander, sondern gemeinsam“ im Auftrag gegeben. Der Titel der Ausstellung knüpft an die Worte von Prof. Jerzy Sułek, dem Chefunterhändler der polnischen Seite, an. Er erinnerte daran, dass während der Vertragsverhandlungen ein neuer Grundsatz angenommen wurde: Deutschland und Polen sollten nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander handeln – für eine gute Nachbarschaft. Autor der Ausstellung ist Prof. Krzysztof Ruchniewicz, Professor am Institut für Geschichte der Universität Wrocław und derzeit Gastprofessor an der Ruhr-Universität Bochum.
Die feierliche Eröffnung fand am 29. Juli 2026 im Sejm der Republik Polen statt. Die Ausstellung erzählt vom Vertrag, den deutsch-polnischen Beziehungen, der deutschen Minderheit, der Erinnerung und der Zusammenarbeit. Sie zeigt auch die Kultur als Raum der Begegnung und als Brücke zwischen Geschichten, Sprachen und Erfahrungen. Denn eine gute Nachbarschaft ist nicht ein für alle Mal gegeben. Man muss sie pflegen – durch Gespräch, Erinnerung und Zusammenarbeit.
Die Ausstellung wurde aus Mitteln des Ministeriums für Inneres und Verwaltung der Republik Polen sowie des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland über den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen gefördert.
Weitere Informationen folgen in Kürze unter: https://haus.pl/