Alle drei Jahre lobt das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) den Deutsch-Polnischen Jugendpreis zu einem bestimmten Thema aus. „Jugend lokal: genial!“ lautet das Motto des achten Wettbewerbs 2024–2026. Aus allen Einsendungen hat eine deutsch-polnische Jury neun Finalprojekte ausgewählt: sieben deutsch-polnische und zwei trilaterale. Sie wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 18. Juni 2026 bekanntgegeben.
Den ersten Preis bekam das Projekt „He(art) – Lernen wir uns durch Herz und Kunst kennen“. Daran teilgenommen hatten Jugendliche aus Oldenburg, den polnischen Städten Lublin und Łódź und der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw. „Kunst wurde in diesem Projekt zu einer gemeinsamen Sprache. Sie half dabei, Unterschiede zu überwinden, Erfahrungen zu teilen und Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären“, sagte Petra Bahr, Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, in ihrer Laudatio. Statt über Inklusion nur zu sprechen, machten die Jugendlichen die Erfahrung selbst. Sie lernten Polnische Gebärdensprache, erkundeten ihre Umgebung im Rollstuhl und entwickelten gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen Kunstprojekte.
Aufgrund der hohen Qualität der Finalprojekte entschied sich die Jury, zwei zweite Plätze zu vergeben. Einer der zweiten Preise ging an das Projekt „Learn – share – care: vereint über Grenzen hinweg“ von Jugendlichen aus Bad Oldesloe, dem polnischen Poznań und dem georgischen Rustavi. Die Teilnehmenden organisierten Begegnungen in allen drei Ländern und entwickelten ein Kochbuch in fünf Sprachen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Projekt „Lokal gekocht, sozial geschenkt“ von Jugendlichen aus Oberfranken und Tumlin-Wykień. Aus gespendeten Lebensmitteln kochten sie für bedürftige Menschen und brachten so unterschiedliche Gruppen an einen Tisch.
Der Leitgedanke des Wettbewerbs ist das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen für ihr lokales Umfeld. Erstmals richtete sich die Ausschreibung direkt an junge Menschen im Alter von 15 bis 26 Jahren, die selbstständig die Rolle der Organisatorinnen und Organisatoren der Begegnung übernahmen. Sie planten ihre Projekte, reichten sie ein und führten sie gemeinsam mit Gleichaltrigen in Deutschland, Polen und Georgien durch.
Mehr dazu unter: https://dpjw.org/deutsch-polnischer-jugendpreis-verliehen/