Panorama

Maria Skłodowska-Curie und Albert Einstein – Briefe

Vorstellung des Briefwechsels zwischen Skłodowska-Curie und Einstein.

Am 29. Juni 2026 lud das Polnische Institut in Kooperation mit der Botschaft der Republik Polen und der Stiftung für die Entwicklung der Bildung für die Industrie zu einem besonderen Abend ein, der sich einer bemerkenswerten Entdeckung widmete: dem bisher unbekannten und unveröffentlichten Briefwechsel zwischen Maria Skłodowska-Curie und Albert Einstein aus den Jahren 1911 bis 1932. Im Zentrum des Abends in der polnischen Botschaft stand die Vorstellung einer einzigartigen Publikation, die zum ersten Mal die gesamte Korrespondenz der beiden Wissenschaftler im französischen und deutschen Original sowie in polnischer Übersetzung zugänglich machte. Aufgespürt wurden die Briefe von Dr. Ewa Łabno-Falęcka. Die Veröffentlichung des Briefwechsels ging auf die Initiative der von ihr gegründeten Stiftung für die Entwicklung der Bildung für die Industrie zurück, die dabei mit dem Maria-Skłodowska-Curie-Museum in Warschau zusammenarbeitete. Jahrzehntelang hatten die Briefe verstreut in Archiven und Forschungseinrichtungen rund um die Welt gelegen – u. a. in Jerusalem, Paris, Zürich, Princeton und Düsseldorf. Erst durch umfangreiche Recherchearbeit gelang es, 25 Briefe und eine Postkarte wieder zusammenzuführen. Neben Faksimiles der Originaldokumente bot die Publikation Übersetzungen und fachkundige Kommentare von Prof. Hanoch Gutfreund (Hebrew University Jerusalem), Prof. Jan Piskurewicz (Polnische Akademie der Wissenschaften) und Prof. Tomasz Pospieszny (Adam-Mickiewicz-Universität Poznań). Die Briefe gewährten einen seltenen Einblick in die Freundschaft zweier prägender Wissenschaftspersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und zeugten von gegenseitiger Wertschätzung, dem gemeinsamen Eintreten für die Freiheit der Forschung sowie ihrem Engagement für Frieden und humanistische Werte.

Den einführenden Vortrag hielt Prof. Hanoch Gutfreund, emeritierter Professor und ehemaliger Präsident der Hebrew University of Jerusalem sowie Leiter des Albert-Einstein-Archivs. Anschließend sprach er mit der Initiatorin der Publikation, Dr. Ewa Łabno-Falęcka, über die Entstehungsgeschichte, die Bedeutung und die internationale Rezeption des Buches. Die Moderation des Gesprächs übernahm Julia Korbik. Das Buch wurde bereits ins Englische, Französische, Japanische und Deutsche übersetzt; weitere Ausgaben in portugiesischer und italienischer Sprache sind in Vorbereitung. Die Publikation erschien mit freundlicher Unterstützung der Carl Zeiss Stiftung, des POLONIKA – Nationalinstituts für das polnische Kulturerbe im Ausland, der Stadt Warschau und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Eine Zeitung liegt auf dem Tisch.

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